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Entstehung und Entwicklung des
Den Grundstock für die heutige Stiftung legten im Jahr 1956
Baronin Elisabeth von und zu Guttenberg, die seit 1947 auf Vortragsreisen in den USA Spenden „für einen wichtigen sozialen Zweck in Bayern“ gesammelt hatte, stellte das Startkapital von 40000 Dollar, was damals etwa 180000 DM entsprach.
Gemeinsam mit Frau Dorothea Römer und Frau Maria Steeb
wurde die erste bayerische Fachschule für Familienpflege gegründet, die ihr Domizil im neu erworbenen Haus in der Kazmairstraße in München fand.
Ebenfalls 1956 wurde die Katholische Mütterschule e. V. gegründet und mit den ersten „Bräutekursen“, einer Art „Familien-Vorschule“, begonnen. Auch Grundlehrgänge für Sozialberufe zur Gewinnung von Kinderpflegerinnen und Hauswirtschafterinnen wurden angeboten.
Bereits 1959 wurden durch die Vielzahl der Aktivitäten die Räumlichkeiten zu klein. Mit Unterstützung der Vereinsmitglieder, dem Staat und der Kirche konnte eine sehr schöne Stadtvilla in Bogenhausen erworben werden, die 1960 noch einen zusätzlichen Anbau für Schulungsräume und ein Wohnheim erhielt.
Ein relativ starkes Ansteigen der Lebenserwartung und eine immer größer werdende Zahl von unversorgten Senioren führten 1960 zur Gründung der ersten Fachschule für Altenpflege in Bayern. Wie schon bei der Fachschule für Familienpflege waren Frau Römer und Frau Steeb auch hierfür maßgeblich an der Gestaltung der Lehrpläne beteiligt. Beide Fachschulen erhielten 1965 bzw. 1967 die staatliche Anerkennung. Eine in den nun folgenden Jahren stetig wachsende Zahl von angestellten Familienpflegerinnen, Kurse zur Schulung von Angehörigen, Nachbarn und Helfern sowie unterschiedliche Ausbildungsformen in der Altenpflege erforderten erneut größere Räumlichkeiten.
Im Mittelpunkt einer Wohnanlage für alte Menschen und junge Familien entstand in den Jahren 1968 - 1970 in Laim das Kath. Altenpflegezentrum. Der Bau wurde wegen seiner Vielseitigkeit bzw. Mehrzweckigkeit der Räume als Bundesmodell gefördert und erhielt auch den Bauherrenpreis der Stadt München. Neben den mittlerweile drei Schulen mit Wohnheim, befinden sich hier bis heute die Einsatzleitungen der Familienpflege und des ambulanten Pflegedienstes, sowie die Großküche für das Essen auf Rädern und der mobile soziale Dienst.
Neben der Gründung dreier Altenklubs und dem Aufbau weiterer Pflegedienste in Schwabing und Grünwald, wurden seit 1975 unter der Leitung von Frau Lydia Aussprung mit verschiedenen Heimträgern Gestellungsverträge geschlossen. So liegt die Wirtschaftsführung des „Marienstifts“ in München-Gern, des „Pater Rupert Mayer“ Heimes in Bad Tölz und des „St. Alfons-Heimes“ in München-Giesing seit vielen Jahren in den Händen der Stiftung. Die beiden großen städtischen Heime „Rümannstraße“ und „St Martin“ gingen 1996 nach 20-jähriger bzw. 13-jähriger Führung auf Wunsch der Stadt an die Münchenstift GmbH über.
1983 übergab der Verein alle Betriebe an die von ihm neu gegründete Stiftung „Katholisches Familien- und Altenpflegewerk München“.
In den neunziger Jahren wurden, ergänzend zu den stationären Einrichtungen der Altenpflege, zwei Tagespflegen in Laim und Schwabing eingerichtet.
Die zunehmende Professionalisierung in der Pflege und der deutlich ansteigende Bedarf an Fachkräften führten 1991 zur Gründung der Fachschule für Altenpflegehilfe. Die Stiftung sieht es als eine ganz wesentliche Aufgabe an, die Berufsbilder der Altenpflege und Familienpflege ständig weiterzuentwickeln und die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, sich professionell in diesen Tätigkeitsfeldern zu bewähren. Daher ist man auch weiterhin aktiv an der Gestaltung von bundesweit geltenden Lehrplänen beteiligt.
2006 wurden die Fachschule für Familienpflege und die Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe nach DIN EN ISO und AZWV zertifiziert.
Besonders in der Familienpflege verändert sich das Aufgabengebiet der derzeit 34 Familienpflegerinnen, die bei der Stiftung angestellt sind, stetig. Dennoch haben die Worte von Frau Römer von 1981 zur 25-Jahrfeier der Stiftung nichts an Aktualität verloren:
„Unsere Familienpflegerinnen stehen in meist sehr kurzem Wechsel immer wieder am Uranfang der Kontaktaufnahme, in der Situation der Einfühlung, der Aufarbeitung, notwendiger Anpassung, Ordnungsstiftung und auch oft recht wehtuenden Abschieds… Die Aufgabe immer die Mutter zu vertreten, ist für manche gar nicht so leicht. Dabei mühen sich alle redlich, in der meist kurzen Verweildauer in einer Familie jedes einzelne Kind echt anzunehmen und zu fördern, Normalität und Frohsinn in der Familie zu erhalten, bei oft schweren Erkrankungen sachgerecht und fürsorgend zu helfen.“
Nov. 2009 (2) |
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© 2009 Stiftung Katholisches Familien- und Altenpflegewerk München |